3 Sterne

Herrscherin der tausend Sonnen

Huhu ihr Lieben!

Durch das Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse habe ich „Herrscherin der tausend Sonnen“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Das hat für den einen oder anderen Luftsprung gesorgt, an dieser Stelle also ein riesiges Dankeschön 🙂
Meine Rezension bleibt dadurch natürlich unbeeinflusst.

Titel: Herrscherin der tausend Sonnen
Autor/in: Rhoda Belleza
Seitenzahl: 394
Herausgeber: cbt
Erscheinugsdatum: 30.10.2017
Preis: 14,99€
Link: Verlagsseite

Cover

Das Cover ist schön gestaltet und passt auch gut zum Inhalt. Allerdings hat es mich jetzt nicht absolut von den Beinen gerissen.

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Am besten gefällt mir das allgemeine Farbschema, dass in verschiedenen Graustufen gehalten ist, aber dadurch sehr gut zusammen passt.

Inhalt

Kronprinzessin Rhiannon Ta’an, bekannt unter dem Namen Rhee, ist die einzige Überlebende eines uralten Herrschergeschlechts. Zart und zerbrechlich sei sie, so heißt es, und müsse behütet und beschützt werden, bis sie alt genug ist die Kaiserkrone zu tragen.

Doch Rhee hat andere Pläne.

(Quelle: Klappentext des Buches)

Rezension

 Der Einstieg in das Buch ist mir sehr schwer gefallen, da man einfach in eine Welt geworfen wird ohne irgendwie Informationen darüber zu bekommen. Natürlich gibt es am Anfang den Index über Personen und Planeten, aber der hat mir leider nur bedingt geholfen. Nachdem ich das Buch jetzt gelesen habe kann ich mir auf das meiste einen Reim machen, davor jedoch haben mich die Informationen mehr verwirrt als alles andere.

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Was zu Beginn jedoch ein wenig über die Verwirrung hinweggetröstet hat, ist die Tatsache, dass es gleich spannend los geht. Man wird direkt in die Handlung geworfen und gerät von einem Ereignis zum nächsten. Daran gefällt mir besonders gut, dass babei gar nicht immer klar ist wem man nun trauen kann und wem nicht. Das Buch hat bereits gegen Anfang mehr als eine unerwartete und spannende Wendung, die mich immer weiter in ihren Bann geschlagen hat. Langeweile ist auf jeden Fall nicht aufgekommen.

Das Buch ist aus zwei unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben. Einmal die Prinzessin Rhiannon, auf die bereits im ersten Kapitel ein Anschlag verübt wird, und Alyosha, dem eben jener Anschlag in die Schuhe geschoben wird. Beide sind also fast von Beginn an auf der Flucht vor dem Drahtzieher hinter den Anschlägen. Während Rhiannon fest davon überzeugt ist genau zu wissen was vor sicht geht, tappt Alyosha eher im Dunklen und versucht händeringend nicht zu sterben.
Rhiannon ist eine etwas ungewöhnliche Heldin, denn sie ist definitiv und ohne Widerspruch fehlbar. Sie wird nur von einem einzigen Willen vorangetrieben und der ist Rache, daneben verblasst alles andere, manchmal sogar der gesunde Menschenverstand. Für eine Prinzessin, die einmal Herrscherin über eine ganze Galaxie werden soll ist sie kurzsichtig und weltfremd und versteht kaum was überhaupt außerhalb ihrer kleinen Racheblase vor sich geht. Damit eckt sie selbstverständlich immer wieder an und bringt sich selbst in Schwierigkeiten. Langsam aber sicher wird ihr im Verlauf des Buches aufgezeigt wie wenig sie eigentlich weiß und wie kindlich naiv sie sich verhält. Von der Autorin wird dies jedoch nicht als Anlass genommen Rhiannon komplett umzudrehen, sondern immer wieder kleine Szenen einzubauen, die zeigen in welche Richtung sich Rhiannon entwickelt. Das har mir sehr gut gefallen, da ich besonders für fehlbare Held/innen einen Platz in meinem Herzen habe.

Was mir ebenfalls gut gefallen hat waren die Beschreibungen, die mich mitten in das Geschehen gezogen und mir das Gefühl haben live mit dabei zu sein. Zu diesem Gefühl trägt auch die Tatsache bei, dass man all die wichtigen Informationen darüber wer nun der Drahtzieher hinter den Anschlägen ist erst mit den Charakteren zusammen herausfindet. Dadurch sind auch die Informationen die man selbst erhält eher fragmenthaft und unvollständig. Allerdings ist gerade das meiner Meinung nach realistisch, immerhin befinden sich die Charaktere auf der Flucht, da bekommt man Informationen nicht einmal eben auf dem Silbertablett serviert.

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So spannend und interessant die Charaktere und die Handlung aber sind können sie nicht für das komplette Buch darüber hinwegtrösten, dass eben einfach etwas fehlt. Fast von der ersten Seite an habe ich das dumpfe Gefühl gehabt, dass mir Informationen fehlen, um tatsächlich zu verstehen was hier vor sich geht. Selbst nachdem ich das Buch nun komplett gelesen habe entziehen sich mir die Zusammenhänge noch immer. Zum Beispiel durch was dieser Krieg zwischen Kalu und Fontis eigentlich ausgebrochen ist, wie lange er gedauert hat und was dieser Friedensvertrag genau beinhaltet. Jetzt kann man natürlich sagen: „Komm schon dass ist doch jetzt nicht so wichtig“, für mich hätte es dem ganzen aber noch Tiefe gegeben. Ohne diese Informationen fühlt es sich an, als würde man oberflächlich an etwas viel Größerem kratzen und das ist während dem Lesen ein sehr frustrierendes Gefühl, da man einfach nichts näheres dazu herausfinden kann.

Ich persönlich bin ein großer Fan von Science-Fiction Büchern, weil es einfach so viel zu entdecken gibt, so viele neue Dinge die man verstehen kann. In „Herrscherin der tausend Sonnen“ ist, meiner Meinung nach, hier nur an der Oberfläche gekratzt worden, die Welt würde so viel mehr hergeben und ich würde wirklich gerne alles darüber herausfinden. Hoffentlich gibt der zweite Teil ein wenig mehr her was das angeht. Lesen werde ich ihn auf jeden Fall, da ich schon wissen möchte wie es mit Rhiannon und Alyosha weitergeht.

Von mir bekommt das Buch drei Sterne und eine Leseempfehlung als gutes Buch für zwischendurch. 🙂

Mein Lieblingszitat wie immer zum Abschluss:

Habt ihr die schrecklichen Dinge gesehen, die die Gesetze der Menschen ermöglichen?

Liebe Grüße

Lee.

 

 

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